Warum Zedern aus Alaska gefährdet sind

Warum Zedern aus Alaska gefährdet sind

Es gibt verschiedene Zedernarten, die Schönsten sind jedoch die Zedern, die in Alaska wachsen. Im Unterschied zu den Bäumen in Europa haben die Zedern in Alaska kein rötliches, sondern ein gelbes Holz. Diese Besonderheit macht die immergrünen Nadelbäume vor allem für die kommerzielle Nutzung interessant. So werden beispielsweise Dachschindeln bevorzugt aus dem Holz der Alaska-Zeder gefertigt. Jetzt schlagen Wissenschaftler aus den USA und aus Kanada aber Alarm, denn die zunehmende Erderwärmung lässt die Zedern aus Alaska langsam sterben.

Zedern aus Alaska – eine bedrohte Spezies


Auf den feuchten Böden zwischen Alaska und dem nördlichen Kalifornien wachsen und gedeihen nur wenige Bäume, die Alaska-Zeder ist eine davon. Ihr Holz ist vor allem als Material für Häuser, Saunen oder Dachschindeln sehr beliebt. Wissenschaftler schätzen jedoch, dass der Baum mit dem auffallend gelben Holz in den nächsten 50 Jahren verschwunden sein wird. Die Zedern aus Alaska sind ein Opfer des Klimawandels geworden. In den USA wird deshalb schon überlegt, die Nootka-Scheinzypressen, wie die Zedern aus Alaska auch genannt werden, in die Liste der bedrohten und gefährdeten Arten aufzunehmen.

Die Bäume erfrieren

In einer neuen Studie, die in der Zeitschrift „Global Change Biology“ veröffentlicht wurde, ist zu lesen, dass ein verbreitetes Sterben der Bäume beobachtet wird. In rund sieben Prozent der Gebiete, in denen die Alaska-Zeder beheimatet ist, gibt es immer weniger Bäume. Die Schneedecke, die die Zedern schützt, schmilzt und gleichzeitig werden die Böden immer kälter. In der Folge erfrieren zuerst die Wurzeln und danach die ganzen Bäume. Setzt sich die Klimaerwärmung fort, dann wird das Sterben der Zedern sehr wahrscheinlich weitergehen. Der Mangel an Schnee in diesen Regionen wird zunehmen, vermuten Forscher der University of Alaska Southeast. Außerdem gehen sie davon aus, dass die Temperaturen in den Wintermonaten bis zum Jahr 2070 um 50 Prozent ansteigen und dass der Schnee in Regen übergehen wird.

Ein Baum mit langer Geschichte

Nach Angaben der Forstbehörden in den USA gehen die Bestände der Alaska-Zeder bereits seit 1880 zurück. Wie verwundbar die Natur geworden ist, lässt sich an dieser Baumart sehr gut dokumentieren. Sie leidet sehr unter den Auswirkungen des Klimawandels. Die Alaska-Zeder kann eine Höhe von bis zu 60 Meter erreichen und bei idealen Bedingungen bis zu 1200 Jahre alt werden. Für die einheimischen Völker der Tlingit, Tsimshian oder Haida ist die Zeder ein wichtiger Baum. Sie verwenden das Holz für die Herstellung der Kanu-Paddel, sie fertigen daraus Griffe für ihre Werkzeuge und nutzten die Alaska-Zeder früher auch für die Totempfähle. Aus der Streifen geschnittenen Rinde werden bis heute Matten und Körbe geflochten. Die Rinde lässt sich ablösen, ohne dass der Baum dabei Schaden nimmt oder dass sein Wachstum beeinträchtigt wird.

Fazit zu Zedern aus Alaska

Wie kann das Sterben dieser so wichtigen Baumart gestoppt werden? Die Wissenschaftler in den USA und in Kanada haben festgestellt, dass die neue Heimat der Zedern in höher liegenden Regionen sein könnte, wie beispielsweise in den US-Bundesstaaten Oregon und Washington. Dort ist die Schneedecke noch nicht dünner geworden und die Wurzeln der Zedern sind damit nicht mehr Temperaturen ausgesetzt, die unter dem Gefrierpunkt liegen. Auch in Teilen von Vancouver Island, wo kein Schnee liegt, würden sich die Zedern sicher wohlfühlen.

Bild: @ depositphotos.com / SnapTPhotography

Tommy Weber

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